Linke-SDS Greifswald

Kostenloser ÖPNV statt Semesterticket!

Montag 19. Oktober 2009 von Redaktion

Pressemitteilung des SDS.Greifswald

Linke.SDS Greifswald gegen Einführung eines unfairen Semestertickets, stattdessen Sozialtickets und mittelfristig kostenloser ÖPNV

Zum Vorschlag des RCDS in Greifswald ein verpflichtendes Semesterticket für 20 Euro einzuführen erklärt Diana Treiber, Stupistin des Die Linke.SDS.:

Ein Semester-Ticket in Greifswald wird nicht den Bedürfnissen der Studierenden entsprechen. Die meisten sind per Fahrrad unterwegs und selbst wenn sie, zum Beispiel bei schlechtem Wetter, den Bus nutzen so werden diese Kosten nicht mehr als 20 Euro pro Semester betragen. Trotzdem begrüßen wir es, dass über den ÖPNV in Greifswald diskutiert wird und dass die Studierenden auf einer Vollversammlung über das Semesterticket direktdemokratisch entscheiden sollen.

Um die Mobilität in Greifswald zu verbessern bedarf es aber vor allem auch attraktivere Busverbindungen, wobei gleichzeitig die Radwege natürlich nicht vernachlässigt werden dürfen.

Weiterhin erklärt David Noack, StuPist, Sprecher des Linke.SDS.Greifswald und Mitglied im Bundesvorstand des SDS:

Statt eines Semestertickets setzen wir auf Sozialtickets für WohngeldempfängerInnen. Damit könnten nicht nur Menschen mit geringem Einkommen günstiger unterwegs sein, sondern auch Studierende mit kleinem Budget, die lieber mit dem Bus als mit dem Fahrrad fahren.

Ein Semesterticket wäre nur dann sinnvoll, wenn es wie von Juso-Sprecher Greve gefordert, für ganz Mecklenburg-Vorpommern gelten würde.

In längerer Perspektive setzen wir uns allerdings für einen kostenlosen ÖPNV in Greifswald ein, da wir Mobilität vor Ort für ein Grundbedürfnis halten. Dabei müssten lediglich die Fahrgeldeinnahmen von ca. einer Million Euro gedeckt werden, die nur ein Viertel der Betriebskosten decken.

Wir setzen uns somit für die wirklichen Belange der Studierenden ein, statt für unfaire Forderungen. Dies hat der Linke.SDS schon mit seinen Forderungen beim Bildungsstreik gezeigt, der in der deutschen Bildungspolitik bereits zu Verbesserungen hinführt. Die Klassifizierung des Bildungsstreiks seitens des RCDS Greifswald als „Krawallaktion“ stellt eine Verunglimpfung ohne Vergleich dar. Im Juli haben 400-600 Studenten, Schüler und Auszubildende friedlich von der Kiste bis zum Uni-Hauptgebäude demonstriert. Das war lediglich die Nutzung des Artikels 8 Grundgesetz (Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.) und hat nichts mit Gewalt zu tun. Wenn der RCDS die Versammlungsfreiheit als „gewalttätige Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ (Wikipedia: Krawall / Aufruhr) versteht, dann tut uns das leid.


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